Von Kristīne Doroško

MADARA Cosmetics Value of packaging

Verpackung ist das Erste, was uns bei der Wahl eines Produkts auffällt, aber eigentlich ist sie viel mehr als nur sein Gesicht. Verpackung scheint die zweitwichtigste Komponente des Produkts zu sein. Im Laufe der Zeit ist es kompliziert geworden, das ganze Kleingedruckte auf der Verpackung zu lesen, denn es gibt so viele Informationen, die auf diesem kleinen Raum passen sollen – egal, ob es um eine Plastikflasche oder eine Box aus Karton geht. Gewicht, Inhalt, Verwendung, Verpackungsmaterial usw. Wie kann man sich von all dem nicht verwirren lassen? Ich muss zugeben, dass sogar für mich, also für jemand, der sich mit Inhaltsstoffen und der Nachhaltigkeit von kosmetischen Produkten bestens auskennt, es recht schwierig fällt, ein Produkt zu wählen, das weder für mich noch die Umwelt schädlich ist. Manchmal verbringe ich Stunden in einem Laden, um die beste Lösung für uns beide – für mich und die Umwelt – zu finden.

MADARA Natural and Vegan, 100% Recycled Bottles

Von Anfang an praktiziert MÁDARA Cosmetics eine verantwortungsbewusste Herstellung. Bereits seit 2006 nutzt sie Verpackungen aus 100 % recyclingfähigem Kunststoff. Damals war die Verschmutzung durch Plastik noch kein großes Thema, zumindest wurde darüber nicht so viel gesprochen, weil die sozialen Netzwerke weniger Reichweite und Einfluss in Bezug auf die Verbreitung von Informationen hatten. Zu der Zeit konnten wir noch nicht all die Posts von Plastikinseln, Abfallströmen oder von Plastik erwürgten Seevögeln und anderen Lebewesen sehen. Die Europäer stehen deutlich besser da als Asien, wo mehr als 80 % der weltweiten Plastikverschmutzung des Ozeans entsteht. Es ist so, weil wir ein gut ausgebautes Abfallsammelsystem und -infrastruktur haben. Vor kurzem hatte ich die Freude, das Surferparadies, die wunderschöne Insel Bali, zu besuchen. An den Stränden ist mir immer wieder ein Phänomen aufgefallen: Europäer, die Kunststoffabfälle sammeln. Manche etwas aggressiv und chaotisch, andere wiederum langsam und geduldig. Ich habe mit einem von ihnen gesprochen. Er war ein Däne, der vor kurzem in die Rente gegangen ist und beschlossen hat, nach Bali zu zeihen. Er sagte, dass er jetzt seine Zeit darin investiert, ein gutes Beispiel zu setzen und die Öffentlichkeit dadurch aufzuklären, dass er Plastikmüll von den Stränden aufsammelt.

OCEAN LOVE MADARA Organic cosmetics
Ocean Waste Plastic - MADARA partnership

Derzeit führt MÁDARA Produkte aus recyceltem Kunststoff ein, der in Zusammenarbeit mit der weltweit einzigen Firma, die den Kunststoff direkt aus dem Ozean sammelt – Ocean Waste Plastic (OWP) – tatsächlich direkt aus dem Ozean kommt. Der Weg zum Konzept, wo der Kunststoff aus dem Ozean genommen und in eine neue und schöne Verpackung verwandelt wird, war anfangs nicht leicht für die Firma. Aber dank dem Glauben und Vertrauen der Investoren erlebte die Firma 2018 einen Durchbruch, und jetzt ist OWP in der Lage, die Meere zu reinigen und die Verpackung für ausgewählte Kunden herzustellen.

Plastic collected from the ocean
Plastic recycled into plastic pellets
New and beautiful packaging - MADARA

Kunststoff, der aus dem Ozean gesammelt wird, wird später in Kunststoffgranulat verarbeitet, daraus dann eine neue und schöne Verpackung entsteht.

Im Unterschied zu Asien haben wir keine Probleme mit der Sammlung von Nachgebrauchs-Abfällen. Unser Problem ist unser Verhalten. Es ist so schade, dass in vielen Teilen von Riga und Lettland die Verantwortung für die Mülltrennung an einen großen Teil von Einwohnern und Einwohnerinnen immer noch nicht beigebracht ist und von ihnen auch nicht praktiziert wird. Deswegen wird der Mangel an Verantwortung der Gemeinschaft und an Beteiligung an den Aktivitäten zum Umweltschutz eine zweite Priorität. Diese Elemente sind wirklich entscheidend angesichts der wachsenden Herausforderungen des Klimawandels, aufgrund dessen die Menschen die Folgen ihrer Verhaltensweisen und Entscheidungen stets in Betracht ziehen sollten. Wenn die Politiker immer noch Angst haben oder nicht willens sind, uns zu minimalen Anstrengungen zu verpflichten, dann ist MÁDARA mutig genug, um ihre Kunden dafür zu engagieren. So wird ein Teil der Verantwortung in die Hände unserer Kunden gelegt, die angehalten werden, die verbrauchte Verpackung zurückzugeben. Diese Handlung erschafft ein Gefühl der Teilnahme und auch Zufriedenheit, das so wichtig ist, wenn wir positive Veränderungen im Verhalten der Verbraucher erzielen wollen. Als Dank an die verantwortlichen Käufer belohnt MÁDARA ihre Kunden mit einem Rabatt auf den nächsten Einkauf. Darüber hinaus setzt das Unternehmen ein sehr gutes Beispiel für die Kreislaufwirtschaft. Die eingesammelten Verpackungen werden nachher an ein Bauunternehmen geliefert, das daraus neue Baumaterialien produziert. Auf diesem Weg fängt die Verpackung, die sonst verbrannt und dadurch noch mehr CO2-Emissionen emittieren würde, ein neues Leben in einem anderen Produkt an.

MADARA skincare - Recycable packaging

Es sollte erwähnt werden, dass die Mehrwegverpackungen nicht gewaschen werden sollten, denn dadurch zusätzliche Umweltauswirkungen des Produkts durch den ineffizienten Wasserverbrauch ausgelöst werden. Das Recyclingunternehmen wäscht den Kunststoff selbst, um ihn von unnötigen Stoffen zu befreien. Deshalb, falls ihr eine eurer liebsten Cremes oder Shampoos verbraucht habt, gebt die Verpackung einfach in einer MÁDARA Filiale ab – seid zufrieden über ihre schöne Geste zugunsten des Planeten und erspart ihm so einen weiteren Gramm von CO2, und irgendwann dann auch ein ganzes Kilo, das nicht in die Atmosphäre gelangt./p>