Von: Elza Birzniece | 6 Minuten Lesezeit

Elza Birzniece, MADARA Cosmetics

Die Welt der Sonnenschutzmittel kann frustrierend sein, deswegen kommen hier ein paar Tipps, was man in Sachen LSF tun oder unterlassen sollte, damit sich die Haut und die Sonne diesen Sommer (und auch den Rest des Jahres) gut und freundlich vertragen.

Verwende Sonnenschutz täglich

Beim Regen oder Sonnenschein ist Sonnenschutz ein Muss für jeden Tag – selbst in Räumlichkeiten. Nur die Einwirkung von UVB-Strahlen wird durch Wolken und Winter vermindert, während die UVA-Strahlen das ganze Jahr über auf unsere Haut einwirken und sogar durch Fenster eindringen können. Trage deine Sonnencreme an 365 Tagen im Jahr, um deine Haut zu schützen und feinen Linien, Falten und Pigmentierung vorzubeugen.

Sun protection daily, MADARA Cosmetics

Verwende den richtigen LSF

LSF ist der Schutz, den ein Sonnenschutzmittel gegen UVB-Strahlen bieten kann. Als Faustregel gilt, dass er 15 oder höher sein sollte – idealerweise 30+, wenn du vorhast, deine Zeit im Freien zu verbringen. Beim Wandern oder Skifahren in Höhenlagen oder beim Urlaub in der Äquatornähe ist jedoch LSF50 ein Muss.
Denke daran, dass das Risiko von Hautschäden für Menschen mit heller Haut und hellem Haar, Sommersprossen und Muttermalen am höchsten ist1. Solltest du zu dieser Gruppe gehören, verwende immer einen Lichtschutzfaktor in Höhe von mindestens 30 oder 50.

Überprüfe die Inhaltsstoffe

Es gibt zwei Arten von Sonnenschutzmitteln: chemische, die die Strahlen absorbieren, indem sie in die Haut eindringen, und physische, die die Sonnenstrahlen wie mit einem Spiegel reflektieren, indem sie auf der Haut sitzenbleiben und diese nicht durchdringen. Leider enthalten einige chemische Sonnenschutzmittel Inhaltsstoffe, die tatsächlich mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen können.

Achte auf chemische Filter wie Octinoxat und Oxybenzon, denn Studien haben im Zusammenhang mit diesen Filtern gesundheitliche Gefahren erwiesen: von der Akkumulation im Körper bis zu Reizungen und möglichen endokrinen Störungen. Aber es geht nicht nur um deine eigene Gesundheit – diese Filter stellen auch eine Bedrohung für die Umwelt dar und gefährden Meereslebewesen und Korallenriffe.

Zum Glück ermöglichen Sonnenschutzmittel auf mineralischer Basis eine sichere Alternative. Suche nach Rezepturen, die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten und sowohl zu deiner Haut als auch zu unserem Planeten freundlich sind.

DIE BLACKLIST

Achte auf folgende potenziell fragwürdige Inhaltsstoffe, die in chemischen Substanzen enthalten sind:

Oxybenzon (Benzophenone-3)

Schädlich für die menschliche Gesundheit und Meereslebewesen, wirkt im Körper wie Östrogen2 und ist mit Endometriose bei Frauen verbunden3. Kann allergische Reaktionen hervorrufen4 und wurde sogar in der Muttermilch nachgewiesen.

Octinoxat (Ethylhexyl Methoxycinnamate)

Auch beim Menschen gefunden, einschließlich Muttermilchproben5. Studien zeigen mögliche allergische Reaktionen4, hormonähnliche Aktivität und Einfluss auf das reproduktive System6.

Octocrylene (Octocrilen)

Kann allergische Hautreaktionen verursachen7.

Homosalat (Benzoesäure, 2-Hydroxy-3,3,5-trimethylcyclohexylester)

Es ist nachgewiesen, dass es Störungen in Bezug auf Östrogen, Androgen und Progesteron verursacht9. Ebenso in Muttermilch nachgewiesen worden5.


Avobenzon (Butyl Methoxydibenzoylmethane)

Studien zeigen, dass es unter der Einwirkung der Sonne abgebaut wird und freie Radikale freisetzt. Wird auch mit Immuntoxizität oder Allergien assoziiert8.


Octisalate (Ethylhexyl Salicylate)

Studien zeigen Hinweise auf Hautpenetration10 und allergische Reaktionen11.

Verwende ein Sonnenschutzmittel mit Breitbandfilter

Die UVA- und UVB-Strahlen sind auf unterschiedliche Weise schädlich: während die ersteren für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich sind, verursachen die letzteren Sonnenbrand. Ein Sonnenschutzmittel, das dich nur entweder vor dem einen oder dem anderen Typ schützt, bietet dir nicht den vollen Schutz, den du brauchst. Also solltest du nach Rezepturen mit Breitbandfilter schauen.
Da wir jetzt mehr denn je digitale Geräte nutzen, sollten wir diese als einen weiteren potenzialen schädlichen Faktor in Betracht ziehen, denn Studien zeigen, dass das blaue Licht unserer Telefone und Laptops potenziell zur Hautalterung beiträgt. Glücklicherweise schützen mineralische Sonnenschutzmittel mit Breitbandfilter, die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten, deine Haut auch vor blauem Licht, also ist es eine klare Win-win-Situation!

Verstärke deinen LSF mit Antioxidantien

LSF und Antioxidantien machen ein geradezu himmlisches Pärchen, den Antioxidantien wirken zum einen als Verstärkung für den LSF und neutralisieren zum anderen Schäden durch freie Radikale, die durch Sonneneinstrahlung verursacht werden.
Diese Vorteile genießt man am einfachsten, wenn man ein antioxidatives Sonnenschutzmittel trägt, z. B. SPF50 Ultra-Shield Sonnencreme auf Basis Pflanzlicher Stammzellen oder SPF30 Hautalterung vorbeugende Gesichtssonnencreme auf Basis pflanzlicher Stammzellen. Alternativ kannst du ein eigenes antioxidantienreiches Hautpflegeprodukt verwenden – die Optionen sind hier endlos, aber wir empfehlen die Verwendung von Lycopin, Vitamin E oder Vitamin C Creme für strahlende Haut, um deine Haut nach der Sonneneinstrahlung gut zu pflegen.

HEBE

abgelaufene Sonnencreme NICHT AUF

Dein Sonnenschutzmittel hat ein Haltbarkeitsdatum aus einem guten Grund: Die hartwirkenden Inhaltsstoffe, die deine Haut vor der Sonne schützen, büßen ihre Wirkkraft im Laufe der Zeit ein und werden weniger effizient. Hitze und Sonne können sie noch vor dem Haltbarkeitsdatum weniger wirksam machen, also wirf die halb benutzte Flasche mit Sonnenschutzmittel vom letzten Sommer am besten gleich weg.

VERLASSE

dich NICHT auf Make-up als deinen einzigen Sonnenschutz

Make-up mit LSF wie Anti-Pollution CC Creme SPF15 und Skin Equal Grundierung für sanftes Strahlen LSF 15 fügt sich nahtlos in deine Schönheitsroutine ein und bietet sich so als eine großartige Wahl für den grundlegenden Schutz im Alltag an, aber nur, wenn du dich die meiste Zeit in Räumlichkeiten aufhältst oder nur so viel draußen bist, wie du an einem normalen Arbeitstag bis zur Arbeit brauchst. Es ist jedoch nicht immer ausreichend – wenn du mehr Zeit im Freien verbringen möchtest, trage etwas Sonnencreme auch unter deinem Make-up, um einen besseren Schutz zu gewährleisten.

EIN WENIG

reicht NICHT

Wir sündigen wahrscheinlich alle, indem wir nicht genug Sonnenschutzmittel auftragen, obwohl eine großzügige Anwendung wirklich der Schlüssel dafür ist, um sicherzustellen, dass unsere Haut gut geschützt ist. Verwende das Äquivalent eines Schnapsglases (oder etwa zwei Esslöffel), um deinen Körper zu bedecken. Und nur weil LSF50 auf der Flasche steht, bedeutet es überhaupt nicht, dass man weniger vom Produkt anwenden kann.

Bilde dir NICHT ein,

dass dunklere Haut dich vor UV-Strahlen schützt

Obwohl Menschen mit dunklerer Haut nicht so schnell Sonnenbrand kriegen, sind sie ebenso anfällig für die schädlichen Langzeitwirkungen von UV-Strahlen – der Schaden lässt sich zunächst einfach nicht bemerken. Jeder, unabhängig von der Hautfarbe, sollte eine ausreichende Menge Sonnencreme tragen.

Erwarte NICHT,

dass eine Anwendung für den ganzen Tag reicht

Eilmeldung: Sonnenschutzmittel bleiben nicht den ganzen Tag auf der Haut haften – Schweiß, Wasser, Reibung und UV-Strahlen entfernen diese. Es wird in der Regel empfohlen, Sonnencreme alle paar Stunden erneut anzuwenden, damit sie die beste Wirkung erzielt. Physische Sonnenschutzmittel bieten zwar einen längeren Schutz, sodass keine häufige erneute Anwendung erforderlich ist, müssen aber dennoch spätestens dann wiederholt aufgetragen werden, nachdem man sich mit einem Handtuch abgetrocknet, gebadet hat oder physisch aktiv war.

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Quellenverzeichnis

(1) Brenner, B. and Hearing, J. V. 2008. The Protective Role of Melanin Against UV Damage in Human Skin. Photochem Photobiol. 84(3): 539–549.
(2) Kunz PY, Galicia HF, Fent K. 2006. Comparison of in vitro and in vivo estrogenic activity of UV filters in fish. Toxicol Sci 90(2): 349-361.
(3) Kunisue, T. 2012. Environmental Science and Technology.
(4) Rodriguez E, Valbuena MC, Rey M, Porras de Quintana L. 2006. Causal agents of photoallergic contact dermatitis diagnosed in the national institute of dermatology of Colombia. Photodermatol Photoimmunol Photomed 22(4): 189-192.
(5) Schlumpf M, Kypke K, Birchler M, Durrer S, Faass O, et al. 2008. Endocrine Active UV Filters: Developmental Toxicity and Exposure Through Breast Milk. Chimia 62: 1-7.
(6) Schneider S, Deckardt K, Hellwig J, Mellert W, Schulte S, van Ravenzwaay B. "Octyl methoxycinnamate: two generation reproduction toxicity in Wistar rats by dietary administration."
(7) de Groot AC, Roberts DW. 2014. Contact and photocontact allergy to octocrylene: a review. Contact Dermatitis. 70(14):193-204.
(8) Stitt WZD, Scott GA, Martin RE, Gaspari AA. 1996. Multiple chemical sensitivities, including inatrogenic allergic contact dermatitis, in a patient with chronic actinic dermatitis: implication for management. American Journal of Contact Dermatitis 7(3): 166-170.; Buckley D, Wayte J, O.
(9) Krause M, Kilt A, Blomberg Jensen M, et al. 2012. Sunscreens: are they beneficial for health? An overview of endocrine disrupting properties of UV-filters. Int J Andrology. 424–436.
(10) Walters KA, Brain KR, Howes D, et al. 1997. Percutaneous penetration of octyl salicylate from representative sunscreen formulations through human skin in vitro. 1219-1225.
(11) Singh M, Beck MH. 2007. Octyl Salicylate: a new contact sensitivity. Contact Dermatitis.